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The aesthetic challenge of the impossible

[Die ästhetische Herausforderung des Unmöglichen] Bilder/Images Digital. Computerkü nstler in Deutschland. Munich: Barke Verlag, 1986

[Die ästhetische Herausforderung des Unmöglichen]
Bilder/Images Digital. Computerkü nstler in Deutschland. Munich: Barke Verlag, 1986
Der Einsatz von Computern ist bereits fester Bestandteil der sozialen Umwelt. Er verändert Ausdrucksformen, Werte und Ansichten und bedeutet auch fü r die Ästhetik eine Herausforderung. Das wirft zahlreiche Fragen auf, die sowohl Techniker als auch Kü nstler beschäftigen oder beschäftigen sollten, z. B. was den Zusammenhang zwischen technisch-wissenschaftlicher und ästhetischer Kreativität anbelangt.
The use of Computers is already a definite part of the social worin. lt changes means of expressi , on, values, and views, and also challenges aesthetics. That raises many questions, which occupy or should occupy both the technicians as well as the artists, for exampie, what involves the interrelation of technical-academic and aesthetic creativity.
Als man sich mit der Frage zu beschäftigen begann, ob Computer berechtigterweise als Komponente der Kunst und Gestaltung anzusehen seien, war der Zugang zu den neuen Maschinen lediglich einigen privilegierten Wissenschaftlern und Technikern vorbehalten. Ihr persönliches Interesse an bestimmter Musik, visueller Darstellung oder Design sowie die Bemü hungen, Kü nstler und Kunststudenten durch die Leistung des Computers zu begeistern, bestimmten den Einsatz der Rechner. Computerunterstü tzte Choreographie und stereoskopische Filme (d. h. räumlich erscheinend, sehr nah zur kinetischen Skulptur), Bilder, die durch eine willkü rliche Anzahl von Zufallszahlen -Generatoren verändert werden, Projektionstechniken, die (pseudo-) vierdimensionale Perspektiven ermöglichen, Digitaleffekte bei der Tonerzeugung und Synthetisieren. All diese Entwicklungen waren vielversprechend, doch schufen die Pioniere der Computertechnik nicht automatisch eine neue Sorte Kü nstler. In einem langen Prozeß mü ssen die frisch gewonnenen Erkenntnisse, die teilweise den Status nascendi noch nicht ü berwunden haben, verarbeitet werden, um dem Interesse an Bekanntem und Unbekanntem Rechnung zu tragen. Veranstaltungen von der exotischen und anregenden Ausstellung Cybernetic Serendipity, 1968 in London, bis zu einer beeindruckenden Anzahl Konzerte, Filmvorfü hrungen und
In the early years of inquiry into whether Computers would become a legitimate component of art and design, access to the new machine was practicallya privilege of scientists and technologists. Theirpersonalinterest in a certain type of music or in certain areas of painting or design determined a particular use and the subsequent attempt to call attention to results deemed to excite artists and art students. Computer-supported choreography, computer-generated stereoscopic movies (a form close to what we can call kinetic sculpture), images manipulated through random numbergenerators, (pseudo) four-dimensional perspective projection technique, digital effects in sound Manipulation and synthesis. All these were promising innovations. Mastering the computer, pioneers of science and technology did not automaticall ‘ y create a new breed of artist. In the long process of assimilating recently invented (and still in status nascendi, i. e., the invention phase) technology, traditional as well as new areas of interest are continuously investigated. From the exotic and stimulating Cybemetic Serendipity exhibition in London (1968) to the impressive number of concerts, film shows and art exhibits, to which the computer has contributed, many things have changed in quantity and quality. Computers have established theirpresence in design and architecture studios, in composers’sound synthe-
Katalog: Cybernetic Serendipity 1968
Kunstausstellungen, wurden sämtlich mit Hilfe des Computers inszeniert. Qualität und Quantität haben sich jedoch im Laufe der Zeit gewandelt. Inzwischen sind Computer in den Ateliers von Designern und Architekten, in Tonstudios und großen Konzerthallen zu finden. Selbst Universitäten nehmen Computer in ihr Kunst- und Grafikprogramm auf. Dennoch erklärte A. Michael Noll, einer der ersten Wissenschaftler, der computerunterstü tzte Kunst förderte: — Der Einsatz von Computern in den Kü nsten hat jedoch nicht die Produktion von etwas ermöglicht, das nah an eine ganz neue ästhetische Erfahrung kommt. — Diese Einsicht verdeutlicht uns die Bedeutung der Ästhetik bei computerunterstü tzter Kunst und Design. Tatsächlich imitieren Kü nstler mit Hilfe des Computers vorhandene Werke. Computermusik ist oft kalt, ohne menschlichen Ausdruck. Zufall kombiniert mit geometrischen Strukturen erzeugt Formen, die sich auch im Endergebnis als nicht integriert erweisen. Derartige Gestaltungsweisen (hauptsächlich bei visueller Kommunikation, Architektur und Produktgestaltung anzutreffen) interessieren indes nur kurzzeitig. Als Beleg hierfü r können zahlreiche Experimente angefü hrt werden, die von der technik und dem menschlichen Geist abhängen. Im Folgenden eine Zusammenstellung von Fragen, die Techniker und Kü nstler am meisten beschäftigen oder beschäftigen sollen: Sollten wir uns mit der Überlegung einverstanden erklären, daß Kunst und Technik grundlegend verschieden sind (wahrgenommen als unabhängige Systeme der semiotischen menschlichen Kompetenz)? Qualifiziert sich der Computer mehr zur Erzeugung geometrischer Formen. Wie sieht es mit unregelmäßigen Formen und deren Ästhetik aus?
sis laboratories and on the stage of major concert halls. Universities are integrating Computers in art and design curricula. Nevertheless, A, Michael Noll, one of the first scientists to generate computer-aided artwork stated.- The use of Computers in the arts has yet to produce anything approaching entirely new aesthetic experiences.” This declaration makes us aware of the significance of aesthetics in computer-aided art and design. lndeed, artists generating images with the aid of Computers more often than not mimie previous works or other media. Music is frequently cold, devoid of human expression. Randomness combined with geometric structure to generate designs remains unintegrated in the final result. Such designs (used in visual communication, architecture, product design) are frequently interesting, but nothing more. Examples can be taken from so many fields schere experiments involving technology and human talent are carried out. The following are among the questions often asked by technologists and artists: Should we agree on the idea of a fundamental dissimilarity between art and technology (seen as independent systems of human semiosis)? Is there something implicit in the use of Computers that makes them better suited to generating geometric forms but not less regular forms?
Mindert der Versuch, mit dem Computer die traditionell ästhetischen Formen nachzuahmen, das Erforschungspotential von Formen, die bislang unerhört oder sogar unerreichbar waren? Welcher Teil unseres Verständnisses von ästhetischen Werten kann in die Computerkunst eingebracht werden und welcher Teil sollte – wenigstens vorü bergehend – als nebensächlich und wirkungslos unbeachtet bleiben? Wann wird die Technik zum Werkzeug oder Medium fü r Kunst und Gestaltung? Ob ü berhaupt. Welche Auswirkungen haben Dialog und Verbindungsfähigkeit, Abstraktion, etc. auf das erzeugte Computerwerk und auf die ästhetische Beschaffenheit? Welcher Zusammenhang besteht zwischen technisch-wissenschaftlicher Kreativität und ästhetischer Kreativität? Wie gelingt es uns, Computerbilder zu verstehen, schätzen und kritisieren? Wird der Computer die Integration ästhetischer Qualitäten in der Massenkommunikation, -Produktion und -medien bewirken? Der gleiche A. Michael Noll meinte in einem Versuch, mit seiner eigenen Unzufriedenheit fertig zu werden: — Mit dem Computer hat sich der Mensch nicht nur ein lebloses Werkzeug geschaffen, sondern einen intellektuellen und aktiven Partner, der vollkommen neue Kunstformen und möglicherweise ästhetische Werte hervorbringen könnte, wenn man seine Mittel restlos ausschöpft. — (“Art Ex Machina”, 1970). In diesem Sinne werde ich mich mit einigen der gestellten Fragen befassen und mich auf die ästhetische Betrachtungsweise beschränken.
Does the use of Computers for emulating traditional aesthetic forms preventinvestigation of forms thatare unprecedented and maybe impossible without Computers? What part of our knowledged system of aesthetic values can be applied in a computer art environment, and what part should be discarded-if only for the timebeingas non-relevantandineffective? When does technology become an artisticldesign tool or medium? What are the implications of such characteristics as interactivity, abstraction, mediation, etc. pertinent to usi,ng Computers on the work producedandon its aesthetic condition? What is the relation between technicallscientific creativity and aesthetic creativity? How do we interpret, appreciate, and criticize computer-generated images? Will the computer be the tool through which aesthetic qualities are integrated in mass communication, mass production, and mass media? The same A. Michael Noll, apparently trying to deal with his own dissatisfaction, also stated, In the computer, man has created notjust an inanimate tool but an intellectual and active creator Partner that, when fully exploited, could be used to produce wholly new art forms and possibly new aesthetic experiences.” (,Art Ex Machina, 1970). In this spart, / shall address some of these questions, limiting myself to aesthetic issues.
Obgleich es den Anschein haben mag, hat uns die Technologie nicht zum ersten Mal ü berholt. Die Möglichkeiten, die sich uns im Computerzeitalter bieten sind so unerschöpflich, daß man sich tatsächlich fragen muß, ob alles, was möglich ist, wahrgenommen werden sollte. Ich denke dabei nicht an Waffen, Gen- oder Weltraumtechnik, sondern vornehmlich an Kunst. Die Ära der modernen Kunst begann mit der Lossagung von frü heren Zwängen. Als mein Landsmann Tristan Tzara in Zü rich ein Messer in einen Larousse steckte, war nicht nur die Geburtsstunde der Dada-Bewegung gekommen, sondern auch ein Vorgang eingeleitet, der sehr leicht von Computern ausgefü hrt werden kann: Speichern, suchen und wiedergeben. Tzara lebte in einer Krisenzeit, die die ästhetische Aktivität charakteristisch fü r die Krise ermöglichte. Nicht allzu lange vor dieserzeit war die Ästhetik des Häßlichen akademisch sanktioniert; nicht allzu lange danach entdeckten wir das Vermächtnis des Leonardo da Vinci ü ber die sehr genaue Ästhetik wieder. Ich muß einem ehemaligen Freund Max Bense (darf ich Sie, Herr Kollege, so nennen?) und einigen seiner besten Studenten meine Anerkennung fü r ihre unbertroffen tiefgrü ndigen und weitblickenden Gedanken aussprechen. Die gleiche Hochachtung gilt Mattyla Ghyka und Pius Servien. Beide sahen Benses Schule in Stuttgart in den späten 60er Jahren, sowie unser Zeitalter der Rationalität und Ordnung voraus. Noch vor ihnen hatte schon Birkhoff die Ästhetik der Zahlen und Mathematik begriffen und gefördert.
Dennoch ist die Ästhetik in Verbindung mit dem Computer in der Sache anders. Sie betrachtet die Schönheit oder Häßlichkeit des logischen Denkens, der Algorithmen und Programme, die alle nicht auf bloße Zahlen oder mathematische Zusammenhänge reduziert werden können. Der Computer ist ein faszinierendes, aber häufig auch enttäuschendes Instrument der Darstellung. Was immer mit Hilfe des Computers dargestellt werden soll, die Ästhetik hängt von der Darstellung ab.
Geschätzte Kollegen aus Europa und den Vereinigten Staaten lehnen Computerkunst ab, da ihrer Ansicht nach, nicht schon allein das Vorhandensein von Werkzeugen Kunst schafft. Außerdem bezeichnen sie den Computer als rudimentäres Element, dessen Möglichkeiten begrenzt und wenig lohnend sind. Die Produkte der Computerkunst mögen fü r die Fotoindustrie gewinnträchtig sein. Unser gegenwärtiges Verständnis von Kunst verlangt nach beständigem Wert, der sich nicht auf einem Cibachrome-Film festhalten läßt. Automation, Informationsverarbeitung und Datenbanksteuerung haben uns die Fähigkeiten der neuen Technik bewiesen, die wir nun darauf verwenden wollen, das, Monster Computer malen, singen und gestalten zu lassen. Wir wußten, daß die Hardware nicht zu diesen Zwecken konzipiert ist, aber hofften auf die Software. Doch wenn Kunst noch im romantischen Sinne verstanden wird, nämlich als Ausdruck der Persönlichkeit, Gefü hlswelt und Erfahrung, etc., so unterstü tzt der Computer den Kü nstler nicht bei dessen Ausdrucksweise. Sehr oft kann das, was ein Computer hervorbringt, mit dem Bleistift oder anderen herkömmlichen Materialien schneller gefertigt werden. Oftmals lenkt und kontrolliert der Computer den Kü nstler und, signiert dessen Werk. Anstatt des Kü nstlers Gebrauchs des Rechners, gebraucht der Rechner den Kü nstler.
Sollte dies gegen den Einsatz von Computern in der Kunst sprechen? Nein. Will man die Behauptung aufstellen, daß Computerkunst keine Ästhetik in sich birgt? Ebenfalls nein. Seit Ende der 60ger Jahre habe ich meine Bilder, Texte, Skulpturen und Tonwerke mit Computer geschaffen; ich habe also in gewissem Maße erfahren können, welche relevanten Resultate Computer hervorbringen können, auch die Frage wie und warum. Bin ich ein Computerkü nstler? Nein. Nur sehr wenige verdienen diese Bezeichnung und nicht allzu viele wü rden diesen Titel annehmen wollen. Manche entwerfen fliegende Logos und andere werbewirksam Produkte und nennen sie Computerkunst. Der Computer scheint besonders dazu geeignet zu sein, Kitsch zu produzieren. Massenweise (Manchmal mit finanziellem Erfolg, öfters mit kulturellen Folgen.) Andere ü ben sich im Malen, Karrikieren, konzeptueller Kunst oder Hyperrealismus (mit einem Scanner!). Dagegen ist nichts einzuwenden. Als Kü nstler und Wissenschaftler erforschen wir ein neues Terrain, auf dem herkömmliche und neue Kunst miteinander in Berü hrung kommen. Tatsächlich stoßen alte und neue Formen
This is not the first time in history that technology is ahead of us, although it may seem so. The reaim of the possibie has expanded so much since the advent of the computer that we must ask if everything possible should indeed be pursued. 1 am not thinking only about weapons, genetics, and space exploration but also, and perhaps primarily, about the arts. The era of modem art started with the prociamation of freedom from previous constraints. When he put a knife through a Larousse in a Zurich cabaret, Tristan Tzara not only gave the Dada movement a birth certificate but also introduced a procedure very much in line with what Computers can easily perform: storage in memory, random search, and output. Tzara’s time was one of crisis which made possible the aesthetic activity characteristic of the crisis. Not too long before that, the aesthetics of the ugly was academically sanctioned. Not too long after, we rediscovered Leonardo da Vinci’s legacy of precise aesthetics. 1 have to credit Max Bense (once a friend) and some of his best students for thoughts still unequalled in their depth and vision. 1 have to credit Mattyla Ghyka and Pius Servien for the same. Both anticipated Bense’s Stuttgart School of the late 60’s and our age of rationality and order, Even earlier than they, Birkhoff understood and promoted the aesthetics of the number and mathematics.

Nevertheless, the aesthetics associated with the computeris different in nature, lt regards the beauty or ugliness of logical thinking, algorithms, and programming, none of which are reducible to numbers or mathematics. The computer is in fact an intriguing but oft-times disappointing instrument of representation. Whatever the objects generated through a computer are, their aesthetics will have to account for what the aesthetics of representation is. When respected colleagues of mine from Europe and the United States declare that there is no such thing as computer art, they point out that tools do not make forart identifiers. They also point out that as a medium, the computer is rather rudimentary, unrewarding, and limiting. lts output will make the fortune of the photography industry while our present concept of art will require archival quality not insured on a Cibachrome print. We adapted a technological produce- which automation, Information processing, and data Management showed to have amazing capabilities-and have done our best to force the, monster into drawing, si . ngi . ng, and designing. We knew that the hardware was not conceived for such creative work but hoped that some programs would do the trick. To a certain extent, this has been accomplished. But if art, at least in the romantic serise we still cling to, is the expression ofpersonality, emotion, experience, and the like, then the computer does not necessarily heip the artist to more freely bring it about. Quite often, what is produced on the computer can be generated more easily, quickly, and cheaply with a pencil or other traditional means. There are numerous instances in which the computer controls the artist and signs the work. lnstead of using the machine, the artist or designer is used by it. Should this be interpreted as a statement against Computers in art? No. Is it equivalent to asserting that there is no aesthetics in works produced by using Computers? Again, no. 1 have produced my own images, texts, sculptures, and sound sequences on Computers since the late sixties; so to an extent 1 have discovered what aesthetically relevant results can be obtained through computers andhowand why. Am I a computer artist? No. There are very few who canjustify the appelation andnot too many who would accept it.’ Some produce flying logos and other forms for commercial application and call it computer art. Others try performances, others painting, caricature, conceptual art, hyperrealism (with scanner!). There is nothing wrong with this. As artists and scientists, we are researching a new universe in which previous art and newart come in contact. lndeed, new art forms collide with established forms, question the past, and submit new values to their beneficiaries. The new sometimes starts out disguised as the traditional, mimicking accepted models and conventions. Other times it simply suggests a totally new aesthetic code.
gegeneinander, werfen Fragen auf und offenbaren neue Werte. Die neue Kunst mag anfangs der alten gleichen, sich an bekannte und akzeptierte Formen anlehnen, oder auch völlig neue ästhetische Werte schaffen.
Der Einsatz von Computern ist bereits fester Bestandteil der sozialen Umwelt. Er hat Ausdrucksformen, Werte und Ansichten verändert und wird auch kü nftig in dieser Weise weiterwirken. Ich persönlich betrachte den Computer als Herausforderung und Wandlungsmöglichkeit fü r unser Verständnis von Kunst, in Frage stellend den Begriff von Autorschaft, als ermöglichend Interaktionen zwischen Teilnehmern, da neue Verständigungsformen verlangt werden. Die implizite Ästhetik besteht nicht darin, Grenzen des Werkzeuges/Mediums zu verbergen, sondern sie zu neuen Kennzeichen umzuwandeln. Es ist eine Ästhetik der technologischen Illusion, primitiven industriellen (manche werden sagen post-industriellen) Mentalität, die Ästhetik der Konsumgesellschaft und alles, was darin enthalten ist. Aber es ist auch die Ästhetik der kritischen Betrachtungsweise und des Aufgebens. Ich weiß, daß dies nicht unwidersprochen hingenommen werden kann, aber die Kunst hat nie geduldet, daß Gedanken einfach auf Marmor, Leinwand oder Papier projeziert wurde, sondern stets einen Lernprozeß und Einflußmglichkeiten gefordert. Der Konflikt zwischen ästhetisch und unäthetisch, technisch,
The use of Computers is part of a socialpractice that has already changed ourconcepts, explanations, and values and will continue to do so. I personally see the computer as challenging and even changing ournotion of art, questioning the concept of authorship, facilitating interaction between participants, requiring new forms of interactivity. The implicit aesthetics is not one of hiding the limitations of the toollmedium but of transforming them into new identifiers. lt is an aesthetics of technological illusion, of primitive industrial (some will say post-industrial) mentality, of consumption (and everything involved in this). But it is also an aesthetics of critical attitude, and of surrender. I know this does not sound entirely acceptable, but the use of technology has neverbeen a matter of simplyprojecting ourideals onto marbie, canvas, or paper, but also of leaming from the process and being influenced by it. The tension between the thought, the emotion, the experience, and their expression is heightened in computeraided art because of the conflict between what is aesthetic and what is un-aesthetic, technological, scientific.
wissenschaftlich erhöht die Spannung zwischen Gedanken, Gefü hlen, Erfahrungen und ihrem Ausdruck.
Heute ist die Technik weiter als wir und das wird noch lange so bleiben. Die ästhetische Bändigung mag sich nicht nur fü r die Kunst, sondern auch fü r die gesamte Menschheit positiv auswirken. Oder vielleicht auch nicht. Die Ästhetik, die aus dem Umgang mit Computern erwöchst, wird durch eine beispiellose Dynamik gekennzeichnet. Neue Formendes Alphabetismus sind notwendig geworden; einige sind bereits ü vberaltert. Ideale, insbesondere ästhetische Ideale, die von frü heren Generationen als visionär, wenn nicht gar utopisch bezeichnet wurden, sind in dem neuen Kontext wieder aufgelebt. Interdisziplinarität im Gegensatz zu Fachidiotismus sei hier erwähnt. Es ist unsere Verantwortung und Fähigkeit, die Entwicklung im besten Sinne weiter zu verfolgen.
Wegen dieser Möglichkeit rechne ich meine und die nachfolgende Generation mit zu den glü cklichsten in der Geschichte, nicht wegen dem, was die Einsetzung des Computers möglich macht, sondern wegen der ästhetischen Herausforderung des Unmöglichen.
Today, technology is ahead of us, and it will be for a long time. lts aesthetic taming might prove useful not justforart’s sake butalso forourciviiization’s sake. The emerging aesthetics of our interaction with Computers is characterizedby an unprecedented dynamics. New forms of literacy have become necessary,- some are already obsolete. Ideals, especially aesthetic Ideals, which in previous civilizations were considered too visionary, if not utopian, are revived in this context. The process does not take place on its own. lt is our responsibility, and within our means, to master it, to make the best out of it.
I claim that having this chance makes my Generation and the next among the luckiest in history, not through what the computer makes possible, but through the aesthetic challenge of the impossible.


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